Solidarisches Chemnitz ist ein neugegründeter Verein, der sich der Förderung internationaler Gesinnung, der Toleranz auf allen Gebieten der Kultur und des Völkerverständigungsgedankens widmet. Neben der Durchführung von Projekten, die Solidarität im menschlichen Miteinander unabhängig von Herkunft, Religion, Geschlecht, Alter und sexueller Ausrichtung fördern und sich gegen Rassismus, Antisemitismus, Islamfeindlichkeit und jede andere Form der Diskriminierung wenden, betreibt der Verein Aufklärungs- und Demokratiebildungsarbeit in Form von Seminaren, Workshops, Veranstaltungen und Tagungen. Diese Arbeit soll die Menschen befähigen, sich gegen Vorstellungen der Ungleichwertigkeit zu stellen und für solidarische Werte und Völkerverständigung einzutreten.

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Solidarisches Chemnitz e.V.
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Sparkasse Chemnitz

Aktuelles

Argumente, Argumente, Argumente - Eine Seminarreihe organisiert von Solidarisches Chemnitz e.V.

Sonntag, 27.10.2019, 10-17 Uhr

Werde Stammtischkämpfer*in - Argumentationstraining gegen Alltagsrassismus

Sonntag, 15.12.2019, 14-18 Uhr

„Knowing your enemy“ – Auseinandersetzung mit Texten der Neuen Rechten


30 Jahre friedliche Revolution in der DDR - eine kritische Bilanz und Perspektiven für die Zukunft

Als im Juni 1989 in der Johanniskirche die Mitglieder der oppositionellen Gruppe Linke Initiative zusammen mit der Evangelischen Studentengemeinde eine Veranstaltung zu den Ereignissen auf dem Platz des Himmlischen Friedens in China organisierten, hatte noch niemand sich vorstellen können, dass kurze Zeit später auch in der DDR revolutionäre Ereignisse stattfinden würden. Während bei der Veranstaltung in der Johanniskirche gefühlt die Hälfte der Bänke mit Stasimitarbeiter*innen gefüllt war, sollte es nicht mehr lange dauern, bis die Stasizentralen im ganzen Land gestürmt und schließlich das Ministerium für Staatssicherheit aufgelöst wurde.

Im Herbst 1989 überschlugen sich die Ereignisse. Nahezu täglich gab es neue Entwicklungen. Erstmals war es möglich, offen über die politischen und sozialen Verhältnisse in der DDR und über Reformen zu diskutieren und zu fragen „in welcher Gesellschaft wollen wir leben?“. Es blieb nicht viel Zeit dafür. Am 9. November fiel die Mauer, aus der Parole „Wir sind das Volk“ wurde „Wir sind ein Volk“. Mit dem Ruf nach „Keine sozialistischen Experimente!“ wurde bei den ersten und letzten freien Wahlen der DDR die Allianz für Deutschland (AfD) stärkste Kraft und der Weg frei gemacht für den Anschluss der DDR an die BRD.

30 Jahre nach der friedlichen Revolution und dem Fall der Mauer rücken die Ereignisse des Herbst 1989 wieder verstärkt in die gesellschaftliche Diskussion. Was ist übrig geblieben vom revolutionären Aufbruch in der DDR, der die SED-Diktatur und den MfS-Spitzelstaat stürzte? Wieso wählen heute viele Menschen in den Zentren der friedlichen Revolution rechte Parteien und wollen wieder Mauern aufrichten und Menschen ausgrenzen?

In unserer Veranstaltungsreihe 30 Jahre friedliche Revolution in der DDR – eine kritische Bilanz und Perspektiven für die Zukunft wollen wir diesen Fragen nachgehen und uns sowohl mit der „hausgemachten“ Neonaziszene in der DDR, als auch mit den progressiven Ansätzen und sozialen Brüchen während der letzten 30 Jahre befassen. In einer abschließenden Podiumsdiskussion wollen wir gemeinsam einen neuen Aufbruch wagen.

Die Beiträge zu unserer Veranstaltungsreihe wollen wir anschließend einem breiteren Publikum zum Nachlesen zur Verfügung stellen.

Markierungsstreifen Berliner Mauer

30 Jahre friedliche Revolution - eine kritische Bilanz und Perspektiven für die Zukunft

Auftaktveranstaltung
7. Oktober, 19 Uhr, Chemnitz Open Space (hinter dem Karl-Marx-Kopf)

Neonazismus, Rassismus und Antisemitismus in der DDR. Verlauf, Ursachen und Folgen

Referent: Dr. Harry Waibel

2. Veranstaltung
21. Oktober, 19 Uhr,
Gewerkschaftshaus, Augustusburger Str. 33

Der betriebliche Aufbruch im Herbst 1989: Die unbekannte Seite der DDR-Revolution

Referent: Bernd Gehrke

3. Veranstaltung
Leider muss die Veranstaltung aufgrund von Terminüberschneidungen auf einen späteren Termin verschoben werden

Neoliberale Schocktherapie Teil I: Die Treuhand und die Deindustrialisierung Ostdeutschlands

4. Veranstaltung
19. November, 19 Uhr, Café im Weltecho, Annaberger Str. 24

Neoliberale Schocktherapie Teil II: Hartz IV und die "andere Republik"

Abschlussveranstaltung: Podiumsdiskussion
3. Dezember, 19 Uhr, Café im Weltecho, Annaberger Str. 24

Der Osten ist rechts!? Antifaschistische, antirassistische und soziale Perspektiven für einen neuen Aufbruch Ost

Podiumsteilnehmer*innen: Gesine Oltmanns, Stiftung Friedliche Revolution, Leipzig
Ralf Hron, Regionsgeschäftsführer DGB Südwestsachsen
Maytham Jabar, Leiter des Café International, Chemnitz